Mit einem schonenden chirurgischen Verfahren können wir Ihre Schilddrüse mitsamt dem Krebs entfernen

Schilddrüsenkrebs ist eine der selteneren Krebsarten. Seine gängigen Erscheinungsformen lassen sich bei rechtzeitiger Entdeckung gut heilen. Dazu ist es meist notwendig, vollständig die Schilddrüse zu entfernen. Prof. Dr. med. Dr. h. c. Peter Sterk wendet ein besonders schonendes Verfahren zur Entfernung von Schilddrüsenkrebs an.

Wie kommt es zu einem Schilddrüsenkarzinom?

Schilddrüsenkrebs, auch als Schilddrüsenkarzinom bekannt, kommt bei Frauen doppelt so oft vor wie bei Männern. Im höheren Alter ist der Ausbruch der Erkrankung wahrscheinlicher: Bei Menschen zwischen 40 und 50 Jahren ist Schilddrüsenkrebs am häufigsten. In Deutschland erkranken jährlich etwa 6000 Menschen an einem Schilddrüsenkarzinom.

  • Die weitaus häufigsten Arten von Schilddrüsenkrebs sind das sogenannte papilläre und das follikuläre Schilddrüsenkarzinom. Beide entwickeln sich aus den hormonbildenden Zellen der Schilddrüse.
  • Das sogenannte anaplastische sowie das C-Zell-Karzinom sind sehr seltene Varianten von Schilddrüsenkrebs.
  • In einigen Fällen entwickelt sich Schilddrüsenkrebs auch aus einem sogenannten „kalten“ Knoten, der aus inaktiv gewordenem Schilddrüsengewebe besteht.

Manche Krebspatienten sind genetisch vorbelastet und weisen bereits Fälle von Schilddrüsenkrebs in der Familie auf. Gelegentlich lässt sich auch eine übermäßige Strahlenbelastung im Kindes- und Jugendalter als Ursache ausmachen. Weitere Gründe für die Ausbildung von Schilddrüsenkrebs sind wissenschaftlich nicht genau geklärt. Fest steht nur: Schilddrüsenkrebs entsteht fast nie aus einem sogenannten „heißen“ Knoten. Ein solcher Knoten ist auf Jodmangel und eine daraus resultierende Überaktivität der Schilddrüse zurückzuführen.

Mögliche Symptome bei Schilddrüsenkrebs

Anzeichen für Schilddrüsenkrebs machen sich häufig erst spät bemerkbar. Solche können zum Beispiel sein:

  • Probleme beim Schlucken und Atmen
  • Tastbare Veränderungen im unteren Halsbereich
  • Lymphknotenschwellung am Hals
  • Husten
  • Heiserkeit

Statt auf Schilddrüsenkrebs können die genannten Symptome auch auf gutartige Schilddrüsenknoten zurückgehen. Wenn diese zu groß sind oder von einer Über- oder Unterfunktion der Schilddrüse begleitet werden, müssen sie ebenfalls behandelt werden. Vergleichsweise harmlose Erkrankungen der Atemwege wie eine Erkältung können ebenfalls ähnliche Symptome wie Schilddrüsenkrebs aufweisen. Sinnvoll ist es, mit einschlägigen Beschwerden zum Arzt zu gehen, falls sie ungewöhnlich lange anhalten.

Untersuchungsmethoden

Ein Spezialist kann durch Tasten, durch eine Ultraschalluntersuchung, anhand von Laboruntersuchungen, oder an einem Szintigramm feststellen, ob Sie an der Schilddrüse erkrankt sind. Ein Szintigramm ist eine Untersuchung mit einem leicht radioaktiven Kontrastmittel. Der Begriff leitet sich vom lateinischen Wort scintillare für flimmern ab. Das Szintigramm bildet die Aktivitätszonen der Schilddrüse ab. Das Ergebnis erlaubt Rückschlüsse auf eine mögliche Schilddrüsenerkrankung. Bei konkretem Verdacht auf Schilddrüsenkrebs wird mit Hilfe einer sehr feinen Nadel eine Gewebeprobe entnommen und im Labor untersucht. Das ermöglicht häufig eine zweifelsfreie Diagnose.

Schilddrüsenkrebs behandeln

Nach Entdeckung eines Schilddrüsenkarzinoms sind folgende Behandlungsschritte üblich:

  • Zur Eindämmung der Krebserkrankung muss fast immer die gesamte Schilddrüse entfernt werden.
  • Unter Umständen werden bei Schilddrüsenkrebs auch die benachbarten Lymphknoten mit beseitigt. Das kann einer Streuung des Krebses (Metastasen) in andere Körperregionen vorbeugen.
  • Bei den häufigsten Arten des Schilddrüsenkrebses, dem papillären und dem follikulären Karzinom, folgt auf die chirurgische Entfernung der Schilddrüse meist eine Radiojodtherapie. Hierbei bekommt der Patient radioaktives Jod verabreicht. Dieses soll mit seiner Strahlung noch vorhandene Krebszellen ebenso zerstören wie zurückgebliebenes Schilddrüsengewebe.

Eine Chemotherapie ist bei Schilddrüsenkrebs üblicherweise nicht von Nutzen. Die Schilddrüse ist zum Glück kein lebenswichtiges Organ. Die Hormone, mit denen sie den Körper versorgt, können auch durch regelmäßige Medikamenteneinnahme von außen zugeführt werden. Die Schilddrüse zu entfernen bietet daher eine aussichtsreiche Möglichkeit, den Schilddrüsenkrebs vollständig zu besiegen. Prof. Sterk arbeitet mit Ihrem behandelnden Schilddrüsenspezialisten eng zusammen. Bevor wir Ihre Schilddrüse entfernen, wird in verschiedenen Untersuchungen geprüft, ob der Krebs sich bereits über die Schilddrüse hinaus im Körper ausgebreitet hat. Falls das der Fall ist, können individuelle Gegenmaßnahmen ergriffen werden.

Gezielt und schonend die Schilddrüse entfernen

Prof. Sterk besitzt große Erfahrung darin, mit einer schonenden Operationstechnik die Schilddrüse zu entfernen. Die Schilddrüsenentfernung kann vielfach minimalinvasiv per „Schlüssellochchirurgie“ stattfinden. Dazu ist nur ein kleinerer Zugang von etwa 2,5 Zentimetern Länge erforderlich. Das Gewebe wird so weniger verletzt, die Erholung verläuft schneller, das Immunsystem kann sich besser auf die Krebsabwehr konzentrieren. Müssen gleichzeitig die Lymphknoten entfernt werden, erfolgt die Schilddrüsenentfernung im offenen Verfahren über einen geringfügig längeren Schnitt.

  • Um minimalinvasiv die Schilddrüse zu entfernen, nutzt Prof. Sterk das MIVAT-Verfahren (MIVAT = minimalinvasive videoassistierte Thyreoidektomie, wobei Letzteres für „Schilddrüsenschnitt“ steht).
  • Eine Minikamera, die durch den Hautzugang eingeführt wird, sorgt für hervorragenden Einblick in die OP-Zone.
  • Mit besonders feinen Operationsinstrumenten entfernt Prof. Sterk das vom Schilddrüsenkarzinom befallene Organ.
  • Nach Beendigung der Operation wird der Zugang mit einer Naht verschlossen.

Der OP-Schnitt wird quer in einer Falte am unteren Hals platziert. Die entstehende Narbe bleibt so normalerweise sehr unauffällig.

Wie Sie sich vom Schilddrüsenkrebs so schnell wie möglich erholen

Bei der Krebstherapie soll der chirurgische Eingriff den Patienten möglichst wenig belasten. Wenn Prof. Sterk Ihre Schilddrüse entfernt, richtet er sich daher nach den Prinzipien der Fast-Track-Rehabilitation (nach englisch fast track für Schnellfahrspur). Extra patientenfreundliche Maßnahmen sorgen dafür, dass Sie zumeist schnell wieder auf den Beinen sind, der Klinikaufenthalt ist in der Regel deutlich verkürzt. Die Fast-Track-Rehabilitation leistet einen entscheidenden Beitrag dazu, dass wir besonders schonend Ihre Schilddrüse entfernen können:

  • Sie erhalten ein verträglich dosiertes Narkosemittel, das ganz individuell an Sie angepasst wird.
  • Die Zeit der Nüchternheit vor der Schilddrüsenentfernung ist reduziert.
  • Es werden keine Drainagen eingelegt.
  • Nachdem wir Ihre Schilddrüse entfernt haben, sollen Sie noch am selben Abend wieder aufstehen
  • Am folgenden Tag dürfen Sie, wenn möglich, viel Zeit außerhalb des Klinikbetts verbringen.
  • Die Nachsorge wird optimal koordiniert.

Wir planen gerne gemeinsam mit Ihnen die chirurgische Entfernung Ihres Schilddrüsenkrebses

Wenn Sie sich wünschen, dass Prof. Sterk auf möglichst verträgliche Weise Ihre Schilddrüse entfernt, können Sie gerne einen Termin für eine Untersuchung vereinbaren – per Telefon oder auch per E-Mail.