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Das moderne Operationsverfahren, das den Patienten weniger belastet

Bei einer minimalinvasiven OP wird nicht über einen größeren Schnitt operiert. Das Verfahren, das auch als Schlüssellochchirurgie bekannt ist, nutzt stattdessen kleine Hautzugänge. Das verursacht deutlich geringere Gewebeverletzungen. Prof. Dr. med. Dr. h.c. Peter Sterk ist seit 1996 auf die minimalinvasive Chirurgie (MIC) spezialisiert. Seine Patienten schätzen die verträgliche Methode, die meist für eine deutlich schnellere Erholung sorgt.

Vorzüge einer minimalinvasiven OP

Optische Instrumente (Endoskope), mit denen der Arzt das Körperinnere begutachten kann, sind seit mehr als 200 Jahren gebräuchlich. Die minimalinvasive Chirurgie verbindet solche Endoskope (von griechisch éndon = innen und skopeĩn = betrachten) mit speziellen Operationswerkzeugen. Über einen oder mehrere minimale Zugänge können so Operationen durchgeführt würden – alles unter hervorragender Sicht, unterstützt durch Videotechnik. Die minimalinvasive Chirurgie besitzt eine Reihe unbestreitbarer Vorzüge:

  • Die Kameraoptik der modernen Endoskope erlaubt einen besseren Einblick: Bei einer „offenen“ Operation (OP) ist das Auge des Operateurs 30 bis 50 Zentimeter von der Eingriffszone entfernt, bei minimalinvasiver Chirurgie beträgt der Abstand zur Kameraoptik nur 5 bis 15 Zentimeter.
  • Eine minimalinvasive OP verletzt deutlich weniger Gewebe. Die Heilung verläuft daher meist schneller, Schmerzen nach dem Eingriff sind geringer.
  • Bei minimalinvasiver Chirurgie kommt es seltener zu Komplikationen wie zum Beispiel Wundheilungsstörungen oder Infektionen.
  • Patienten benötigen weniger Erholung, der Klinikaufenthalt verkürzt sich. Die Heilung kann sich erheblich beschleunigen und man gewinnt an Lebensqualität.
  • Die Narbenbildung ist nach einer minimalinvasiven OP normalerweise sehr gering bis praktisch unsichtbar.

Insbesondere ältere, aber auch jüngere Patienten können dank minimalinvasiver Chirurgie meist schneller wieder in ihren Alltag einsteigen.

Anwendungsbereiche für minimalinvasive Chirurgie

Die ersten Eingriffe der minimalinvasiven Chirurgie führte der Pionier Prof. Semm 1980 am Blinddarm durch. Seit den 1990er Jahren sind minimalinvasive OPs an der Gallenblase Standard, später kamen immer mehr Behandlungsgebiete hinzu. In vielen Krankenhäusern und Kliniken wird heute mehr als die Hälfte der Eingriffe mittels minimalinvasiver OP durchgeführt, in spezialisierten Abteilungen sogar 90 Prozent davon. Besondere Vorteile erweist die minimalinvasive Chirurgie bei der Operation von Bauchorganen. Hier kommt ein Laparoskop zum Einsatz, ein Instrument für eine minimalinvasive OP speziell in der Bauchhöhle (lápara ist das griechische Wort für „Bauchflanke“). Ebenso nützlich ist die minimalinvasive Chirurgie bei vielen Eingriffen in der Gynäkologie, Urologie, Orthopädie, Herz- und Neurochirurgie. Prof. Sterk, Facharzt für Allgemeinchirurgie, Gefäßchirurgie und Viszeralchirurgie (Chirurgie der Bauch- und Beckenorgane), bietet eine minimalinvasive OP etwa zur Behandlung folgender Erkrankungen an:

  • Gallensteine
  • Leistenbruch
  • Narbenbruch
  • Bauchdeckenbruch allgemein
  • Darmkrebs
  • Schilddrüsenknoten
  • Schilddrüsenkrebs

In den meisten Fällen lassen sich die Eingriffe per minimalinvasiver OP durchführen. Prof. Sterk untersucht Sie in jedem Fall sehr genau und schlägt Ihnen anschließend das am besten geeignete Operationsverfahren vor.

So geht eine minimalinvasive OP vor sich

Eine minimalinvasive OP an Bauch, Becken oder Schilddrüse findet in der Regel unter Vollnarkose statt. Der übliche Ablauf ist folgender:

  • Im Bauchraum wird über einen kleinen Hautschnitt ein Trokar in das Operationsgebiet eingebracht, eine längliche Metallhülse. Das Laparoskop mitsamt der optischen Technologie wird durch den Trokar geschoben.
  • Die Bauchhöhle wird für die minimalinvasive OP mit einem harmlosen Gas befüllt. Im aufgeblähten Bauchraum sind die Sichtverhältnisse optimal, die Operationsinstrumente haben genügend Bewegungsfreiheit.
  • Über weitere kleine Hautzugänge werden, soweit erforderlich, weitere Arbeitskanäle geschaffen. Über sie können die OP-Werkzeuge eingeführt werden, die bei der minimalinvasiven Chirurgie besonders fein sind.
  • Abgetrennte Organ- und Gewebeteile lassen sich über die Arbeitskanäle ins Freie befördern.
  • Bei minimalinvasiven Eingriffen an der Schilddrüse nutzt Prof. Sterk das MIVAT-Verfahren (minimalinvasive videoassistierte Thyreoidektomie = Schilddrüsenschnitt). Hier erfolgt der Einblick in die OP-Zone ebenfalls über Videotechnik. Für den Eingriff stehen feinste Instrumente zur Verfügung. Eine Gaszufuhr ist nicht erforderlich.
  • Nach Beendigung des minimalinvasiven Eingriffs werden größere Zugänge vernäht. Kleinere müssen bei der minimalinvasiven Chirurgie lediglich mit einem Spannpflaster verschlossen werden.

Minimalinvasive OP über den Bauchnabel – das innovative SILS-Verfahren

Bei bestimmten Anwendungen der minimalinvasiven Chirurgie geht es besonders einfach: Das SILS-Verfahren macht nur einen einzigen Zugang über den Bauchnabel erforderlich (SILS steht für single incision laparoscopic surgery, englisch für „chirurgischer Einzelzugang mittels Laparoskop“). Dank dem technologischen Fortschritt lassen sich sowohl die Videooptik wie auch die Operationsinstrumente über diesen Einzelzugang dirigieren. Dabei helfen mehrere parallele Arbeitskanäle im Bauchraum. Der Zugang erfolgt in aller Regel über den Bauchnabel. Hier ist die Bauchdecke besonders dehnbar, das Zielorgan lässt sich gut erreichen. Die Narbenbildung bleibt besonders unauffällig. Das SILS-Verfahren kann Prof. Sterk zum Beispiel für die minimalinvasive OP einer erkrankten Gallenblase oder zur Entfernung eines Dickdarmtumors anwenden.

„Fast Track“: So verläuft die Erholung noch schneller

Der dänische Mediziner Prof. Kehlet entwickelte in den 1990er Jahren in Kopenhagen die neuartige Fast-Track-Rehabilitation. Sie verkürzt die Erholungszeit der Patienten deutlich (fast track = englisch für Schnellfahrspur). In Kombination mit minimalinvasiver Chirurgie bringt das erhebliche Vorteile:

  • Keine lange Nüchternheitsphase vor der minimalinvasiven OP
  • Schonendere Narkose
  • Umfassende Schmerztherapie
  • Wegfall der Darmspülung vor Darmoperationen
  • Verzicht auf belastende Drainagen und Katheter
  • Nach Darm-OPs ist Trinken und Essen leichter Speisen noch am selben Tag möglich
  • Frühzeitiges Aufstehen
  • Wohlkoordinierte Nachsorge

Der Patient ist dank Fast-Track-Rehabilitation und minimalinvasiver OP meist erheblich schneller wieder mobil und erholt sich rascher von dem Eingriff. Bei weniger aufwendigen Operationen genügen 2 Tage Klinikaufenthalt.

Wir untersuchen Sie gern im Vorfeld einer minimalinvasiven OP

Wenn Sie erwägen, eine minimalinvasive OP im Bauch-, Beckenraum oder an der Schilddrüse durchführen zu lassen, untersucht Prof. Sterk Sie jederzeit gern. Die Terminvereinbarung ist telefonisch oder per E-Mail möglich.