Eine schonende Narbenbruch-OP macht Sie schneller wieder mobil

Ein Narbenbruch am Bauch kann entstehen, wenn das Bindegewebe und die Muskeln im Bereich einer Operationsnarbe geschwächt sind. Teile des Darms können sich dann nach außen durchdrücken. Prof. Dr. med. Dr. h. c. Peter Sterk nutzt für die Narbenbruch-OP ein besonders schonendes Verfahren. Es kann für hohe Stabilität im Bauchraum sorgen und Sie vor neuerlichem Auftreten eines Narbenbruchs schützen.

Wie erkennt man einen Narbenbruch?

Operationen der Bauchorgane erfolgen häufig über einen offenen Schnitt in der Bauchhaut. Bei etwa 30 Prozent aller so operierten Patienten kommt es in den folgenden Jahren zu einem Narbenbruch (Fachbegriff: Narbenhernie nach lateinisch hernia, was „Bruch“ bedeutet). Die Hälfte der Narbenbrüche ereignet sich sogar innerhalb eines Jahres nach der ursprünglichen OP. Bei einem Narbenbruch geschieht Folgendes:

  • Im Binde- und Muskelgewebe, das die Organe sonst fest im Bauchraum hält, bildet sich eine Lücke (die sogenannte Bruchpforte).
  • Durch die Bruchpforte kann Fettgewebe, bei größeren Narbenbrüchen auch eine Darmschlinge hervortreten.
  • Der sogenannte Bruchsack wölbt sich dann meist unter der Haut hervor. Vor allem bei übergewichtigen Patienten kann die Ausstülpung aber auch nahezu unsichtbar sein.
  • Meist ist der Bruchsack beweglich und kann in den Bauch zurückgedrückt werden.

Ein Narbenbruch muss nicht immer schmerzhaft sein. Beschwerden zeigen sich am ehesten bei Anspannung der Bauchmuskulatur, etwa beim Husten, Anheben von Lasten oder starkem Pressen beim Stuhlgang. Ein erfahrener Arzt kann die Narbenhernie meist durch sensibles Tasten feststellen. Ist das schwer möglich, etwa bei übergewichtigen Menschen, hilft zum Beispiel eine Ultraschalluntersuchung bei der zweifelsfreien Diagnose.

Was eine Narbenhernie begünstigt

Weisen Patienten von Natur aus ein schwächer entwickeltes Bindegewebe auf, macht das einen Narbenbruch wahrscheinlicher. Mit dem Alter wird das Bindegewebe ebenfalls weniger widerstandsfähig. Es gibt eine Reihe von weiteren Umständen, welche das Auftreten eines Narbenbruchs fördern können:

  • Wundheilungsstörungen an der ursprünglichen Operationsnarbe
  • Übergewicht, da dies den Druck im Bauchraum verstärkt
  • Rauchen (vergrößert die Wahrscheinlichkeit einer Narbenhernie um das 4-Fache)
  • Einnahme bestimmter Medikamente wie Kortison
  • Unsachgemäße Nahttechnik bei der Operation
  • Einige Allgemeinerkrankungen

Wird eine Bauchoperation minimalinvasiv in sogenannter Schlüsselloch-Technik durchgeführt, kommt es deutlich seltener zu einer Narbenhernie.

Ist eine Narbenbruch-OP immer notwendig?

Narbenhernien sind häufig. Schätzungen gehen von etwa 100.000 Fällen jährlich in Deutschland aus. Wenn Sie einen Narbenbruch beziehungsweise eine Narbenhernie bei sich bemerken, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Auch wenn der Narbenbruch Sie zunächst kaum einschränkt: Von selbst verschwindet er nicht wieder, und er kann sich jederzeit vergrößern. Teile des Darms werden nicht selten in der Bruchpforte eingeklemmt, was äußerst gefährlich ist. Die Blutversorgung des Darms kann so unterbrochen werden, es ergeben sich oft lebensbedrohliche Entzündungen, Darmgewebe kann absterben. An einer Narbenbruch-OP führt aus medizinischer Sicht also kein Weg vorbei. Wenn die Narbenbruch-Stelle verhärtet ist, Sie unter starken Schmerzen, Übelkeit oder Fieber leiden, kann bereits ein Notfall vorliegen. Der Arztbesuch darf dann keine Minute mehr aufgeschoben werden.

Schonende Narbenbruch-OP

Zwischen der ursprünglichen Bauchoperation und der Narbenbruch-OP sollten einige Monate vergehen, damit die Wunde gut ausheilen kann. Den geeigneten Zeitpunkt stellt Prof. Sterk durch eine gründliche Untersuchung Ihres Narbenbruchs fest. Die eigentliche Narbenbruch-OP führt er mit Hilfe einer ausgesprochen schonenden Technik durch. Sie kann für ein nachhaltiges und beständiges Ergebnis sorgen.

  • Der Zugang kann bei der Narbenbruch-OP in vielen Fällen über die Narbe der vorausgegangenen Operation erfolgen.
  • Hervorgetretene Darmbestandteile verlagert Prof. Sterk im Zuge des Eingriffs wieder in die Bauchhöhle zurück.
  • Anschließend werden die Schichten der Bauchmuskulatur separiert. Unter dem Muskel platziert Prof. Sterk ein Kunststoffnetz, das in der Bauchdecke verbleibt. Es kann das geschwächte Binde- und Muskelgewebe in Zukunft stabilisieren.
  • Der Darm kommt mit dem stabilisierenden Netz nicht in Berührung. Das schließt spätere Unverträglichkeiten weitgehend aus.
  • Das Netz wird mit Hilfe von selbstauflösendem Befestigungsmaterial fixiert. Eine nachträgliche Entfernung ist so nicht erforderlich.

Die Narbenbruch-OP erfolgt in Vollnarkose. Der Klinikaufenthalt umfasst meist nur 2 Übernachtungen.

Narbenbruch-OP und Bauchstraffung

Bei länger bestehenden, größeren Narbenbrüchen leidet häufig die Anmutung der gesamten Bauchdecke. In solchen Fällen kann es sich anbieten, die Narbenbruch-OP mit einer Bauchdeckenstraffung zu verbinden. Im Zuge dieser sogenannten hernioplastischen Operation wird zusätzlich Ihre Bauchdecke geglättet. Der kombinierte Eingriff, den wir auf Wunsch bei Ihnen durchführen, sorgt in der Regel für ein ästhetisch sehr ansprechendes Ergebnis.

Vorteile unserer Narbenbruch-OP-Technik

  • Schonendes Verfahren zur Behebung des Narbenbruchs
  • Schnellere Erholungszeit
  • Besondere Stabilität der früheren Bruchstelle
  • Kaum Unverträglichkeitsreaktionen
  • Es kommt seltener zur Wiedererkrankung
  • Hervorragendes ästhetisches Ergebnis möglich

Wenn Sie unter einer Narbenhernie leiden, untersuchen wir Sie gern

Einen Untersuchungstermin mit Prof. Sterk können Sie jederzeit gern vereinbaren. Das gilt selbstverständlich auch, wenn bei Ihnen bereits ein Narbenbruch festgestellt wurde. Bitte rufen Sie uns einfach an oder melden Sie sich per E-Mail.